Über mich

Das bin ich! Alicia.

Profilbild von Alicia Utrillas Photography Portrait- und Hochzeitsfotografin aus Frankfurt auf http://www.aliciautrillas.de
Das bin ich:

herzlich | offen | emotional | Löwe | Spanierin | zuverlässig | ehrlich | dankbar | kreativ | nicht die mutigste | selbstlos

Blumenstrauss von Alicia Utrillas Photography Portrait- und Hochzeitsfotografin aus Frankfurt auf http://www.aliciautrillas.de
Was ich liebe:

BLUMEN | Harmonie | Familie | Kinder | Selbstbestimmtheit | Sonne | Licht | BLUMEN | Lachen | unkomplizierte Menschen | Tee | Fotografie | BLUMEN | gutes Essen | Bücher | ich sterbe für guten Käse | Ruhe

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Was ich nicht mag:

Dunkelheit | graues Wetter | Streit | Unordnung | Unpünktlichkeit | Respektlosigkeit | die räumliche Distanz zu meinen Schwestern | Kälte

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„Haltung“

Lasst mich ein wenig ausholen:

Ich lebte mit meiner Familie und meinen Geschwistern in Deutschland und unser Leben war stets ein Gewusel, ein Kommen und Gehen. Unseren Alltag erlebten wir ohne Termine. Spontane Besuche von Familien und Freunden waren normal, weil es für Besuche keine Planung gab, denn wenn einem gerade danach war, ging man los und klingelte bei seinen Lieben. So wie das Temperament, das Feuer, keine Planung kennt und es sich den Weg durch das Leben bahnt wie es gerade ist – so leidenschaftlich lebten wir damals. Und so tanzte ich den Flamenco als Kind. Ich sollte bald lernen, dass das allerwichtigste an diesem feurigen Tanz nicht das Temperament war, sondern vor allem die Haltung …

… nur einen Sommer lang wurde ich von „La Singla“ im Flamenco unterrichtet. Ich war gerade 13 Jahre alt, als ich meine Ferien in Spanien verbrachte und diese anders verliefen als sonst. „POSTURA“ schrie La Singla mich immer und immer wieder an, sobald nur ein Muskel in unseren Körpern nachließ. Ich war die Älteste unter vielen kleinen Mädchen, die alle samt ihre Übungen perfekt ausführten. La Singla bediente sich einer zusammengerollten Zeitung, um damit jeden Muskel zu beklopfen, der in seiner Anspannung den Geist aufgab. „Postura“ schrie sie immer wieder.

Sechs Wochen lang quälte ich mich inmitten von diesen kleinen Mädchen in ihren Flamencokleidchen, die mit Leichtigkeit diesem Tanz Ausdruck verliehen. Ich wusste ja bis dahin nicht, dass ich hier nicht nur die Haltung für den perfekten Flamenco lernte, sondern auch für mein späteres Leben. Vielleicht war diese Qual der Grund, warum ich eines Abends in einem „TABLAO Flamenco“, einer spanischen Flamenco Bar, geradezu explodiert bin.

Die Tänzer machten sich einen Spaß daraus, Touristen auf die Bühne zu holen und mit ihnen zu tanzen und ihre hilflosen Gesichter und Bewegungen zur Schau zu stellen. Sie verwechselten mich und meine Familie, Onkel und Tanten mit Touristen, weil wir alle Deutsch sprachen und so kam es, wie es wohl kommen musste. Plötzlich, ohne zu begreifen was geschah, stand ich, Alicia, auf den Brettern. „Postura“ dachte ich und explodierte förmlich, tanzte, tanzte, ließ den ganzen Frust über diese kleinen spanischen Mädchen und ihren perfekten Bewegungen heraus. Ich brauchte auch keine Zeitung mehr, denn meine Haltung kam plötzlich von innen. Überraschung im Blick des Tänzers, das ganze Leiden, das mir La Singla angetan hatte, in meinem Blick …

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… zwischen Spanien und Deutschland, zwischen meiner Familie dort und meiner Familie hier, war die Fotografie die einzige Möglichkeit, Momente mit ihnen immer mitzunehmen, bei mir zu haben. In Spanien fotografierte ich, hielt Momente fest und konnte in Deutschland daran festhalten. In Deutschland fotografierte ich die Kinder, um sie der Familie in Spanien zu zeigen. So gingen meine Cousins und Cousinen immer auf eine lange Reise und selbst wenn einige unter ihnen Deutschland nie gesehen haben, war es mir, als seien sie bei mir gewesen, ganz nah bei mir gewesen.

Zwischen Haltung und Lockerlassen, zwischen chaotischem Alltag in meiner spanischen Familie und dem strukturiertem Alltag in Deutschland, wurde die Fotografie zu einer wichtigen Konstante in meinem Leben. Das Hier und Jetzt bewahren wollen ist das, was mich wirklich glücklich machte, nicht das Bildermachen an sich. Es ist nicht das, was ich einfach nur gerne mache, sondern das was ich brauche, was meine Seele braucht. Ich habe damals in dieser Tanzschule gelernt, dass es im Leben, vor allem in meinem Leben, immer eine Balance geben wird zwischen Haltung und Lockerlassen. Ich liebe Spanien, das Temperament, die Leidenschaft, das Gewusel, aber ich liebe auch Deutschland, die Strukturen, die Pünktlichkeit, die Ordnung, ja, die Haltung. Ich habe das Beste beider Länder in mir vereint, so auch das Beste in mir in meine Fotografien gesteckt …

Wenn du mich fragst, warum fotografierst du, was gefällt dir so daran? Antworte ich dir: Es ist der Reiz, Gefühle echt und unbeschwert mitzuerleben, sie festzuhalten. Ich möchte mit meinen Bildern der Grund dafür sein, dass ihr diese Momente immer und immer wieder erleben, erfühlen könnt. In meinen Augen ist es nicht lediglich eine Dienstleistung, die ich erbringe, sondern das Schaffen gemeinsamer Erinnerungen, die uns für immer verbinden werden.

 

P.S. vom besagten Abend im „TABLAO Flamenco“ gibt es ein Foto, wenn ihr wollt, bringe ich es zu unserem ersten Treffen mit.

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